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3. Zukünftige Steckplätze



Sockel 370 S

Intel will im Herbst 2000 für diesen Sockel einen Prozessor namens 'Timna' auf den Markt bringen. Dieser soll eine, wenn auch nicht sonderlich leistungsfähige, Grafikeinheit und eine Northbridge (Verbindung zu anderen Komponenten, etwa zum RAM) beinhalten und etwa die gleichen Taktraten wie die Pentium-III-CPUs aufweisen.
Der Sockel 370 S bietet wie auch seine Namensvettern Sockel 370 und Sockel 370 FC-PGA 370 Kontakte. Da der Prozessor aber mehr Logikteile enthält (Grafik, Verbindung zum RAM), sind die Kontakte anders beschaltet.
Ob sich dieser Steckplatz durchsetzt, wird sich erst noch zeigen.


Sockel 417

Diesen Steckplatz wird der Itanium, das 64-Bit-Gemeischaftswerk von Intel und Hewlett-Packard, ab Oktober 2000 für sich in Anspruch nehmen.
Beim Sockel 417 (417 Kontakte) sind die Stromversorgungs- und Signal-Pins voneinander abgeschirmt. Daher lassen sich auch Signale bei Takten jenseits von 2 GHz störungsfrei übertragen. Da der Itanium eine hohe Leistungsaufnahme hat (ca. 70 W), sind die Pins für die Stromversorgung teilweise durch 14 mm² große Leiterplättchen ersetzt.
Der Chipsatz ist auch hier von Intel: 460GX, welcher mit 133 MHz Systemtakt arbeitet, und bis zu 64 GB DDR-SDRAM unterstützt. Itaniums Nachfolger sollen ebenfalls in den Sockel 417 passen, damit wäre die Zukunft dieses Steckplatzes gesichert.


Sockel 423

Der Sockel 423 wird das 'Zuhause' des für Herbst 2000 geplanten Intel Pentium IV (Codename 'Willamette'). Es handelt sich hier ebenfalls um einen ZIF-Sockel für CPUs mit 423 Pins.
Der 'Tehama' getaufte Chipsatz von Intel befindet sich zur Zeit noch im Betastadium.
Auch für den Sockel 423 gibt es vorraussichtlich bis 2003 witere Prozessoren.


Sockel 603

Der Sockel 603 ist wiederum ein Steckplatz von Intel. Der Ende 2000 auf den Markt kommende 'Foster' soll als multiprozessorfähige Sockel-603-CPU in Servern eingesetzt werden.
Hauptplatinen und Chipsätze sind noch in der Entwicklung. Der Intel-Chipsatz 'Colusa' soll 2 Speicherkanäle mit Zugriff auf bis zu 32 GB Rambus-RAM und 400 MHz Systemtakt unterstützen.
Wahrscheinlich ist der Sockel 603 Intels letzter Steckplatz für multiprozessorfähige 32-Bit-CPUs; bis Mitte 2002 dürfte es dennoch Prozessoren für den Sockel 603 geben.


Sockel A

Der ausschließlich für AMD-Prozessoren entwickelte Sockel A soll die kommenden Generationen von AMD-CPUs 'Spitfire', 'Thunderbird' und 'Mustang' beherbergen.
Der Sockel A besitzt 464 Kontakte, die CPUs 462 Pins. Chipsätze von AMD und VIA sind geplant.



Sockel M

Zum Sockel M liegen bisher noch keine genauen Angaben vor. Sicher ist nur, daß Intels zukünftige Kupferprozessoren dafür ausgelegt sind.



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