| |
 |
[index] |
|
 |
[back] |
|
 |
[next] |
|
 |
[glossar] |
2. Prozessoren-Intel
Celeron
|
Nachdem Intels zweite Celeron-Generation mit Mendocino-Kern des Pentium II nicht über 533 MHz lief, greift Intel nun auf
den Coppermine-Kern des Pentium III zurück. Der Frontside-Bustakt bleibt aber weiterhin auf 66 MHz beschränkt, der L2-Cache ist
nur halb so groß wie beim Coppermine - 128 KB.
|
Geblieben sind die bessere Anbindung des L2-Cache und die 3D-Befehlssatzerweiterungen ISSE, die allerdings derzeit nur von wenigen
Programmen genutzt werden.
Die beim Pentium III umstrittene Seriennummer wurde beim Celeron hardwaremäßig abgeschaltet. Der neue Celeron
verbrauch aufgrund der Herstellung im 0,18 µm-Prozeß mit 600 MHz im Worst Case nur 18 Watt - genau soviel, wie
der Celeron-300A der zweiten Generation.
Der Celeron-600 nutzt zum Erzeugen des Kerntaktes einen Multiplikator von 9. Dieser war in der bisherigen Multiplikatortabelle nicht
vorhanden, also wurde der Eintrag x5 von Intel einfach in x9 umdefiniert. Da aber der FSB-Takt nicht direkt meßbar ist,
melden einige Systemprogramme für diesen unsinnige Werte, da sie einfach den Prozessortakt durch den Multiplikator teilen, aber von der
neuen Tabelle nichts wissen.
Als Upgrade-Prozessor für bestehende Celeron-Systeme taugt der Neue allerdings nur eingeschränkt, da er in
FC-PGA-Bauform erscheint und 1,5 Volt verlangt - gegenüber dem alten mit 1,9 - 2 Volt in PPGA-Gehäuse.
Eine weitere Version (vierte Generation) soll 2001 folgen - mit erhöhtem Systemtakt (133 MHz) und ab etwa 900 MHz.
PIII Coppermine
Da der Pentium III mit Katmai-Kern kaum mehr als 600 MHz erreichte, mußte sich Intel etwas einfallen lassen, um
den Athlon auf seinem Siegeszug entgegentreten zu können. Die Ablösung kam in Form des 'Coppermine' getauften neuen P-III/E.
Das /E sollte Verwechslungen mit dem Katmai-Pentium ausschließen; ab der 650 Mhz-Version fällt das /E weg.
Dies sorgt insofern für Verwirrung, als daß neben den 100-MHz-FSB-Prozessoren auch noch welche mit 133 MHz Systemtakt gibt, welche dann mit 'B' für Katmai, bzw. 'EB'
für Coppermine existieren.
Der Endanwender kann also zwischen 4 verschiedenen Pentium III mit 600 MHz wählen (P-III 600, P-III/E 600, P-III/B 600 und P-III/EB 600).
Der Coppermine wird übrigens trotz seines Namens noch in Aluminium gefertigt.
Dank des 0,18 µm Herstellungsprozesses ist die Chipfläche kleiner als beim Katmai. Deshalb wird auch eine geringere Corespannung
von nur 1,6 Volt benötigt, was zu Problemen mit älteren Boards führen kann, da die Intel-Spezifikation früher nur eine Kernspannung von bis zu
1,8 Volt vorsah.
Der L2-Cache ist nur etwa halb so groß wie beim Katmai, aber das wird durch einen höheren Takt und eine bessere Anbindung wettgemacht.
Der PIII-Kern ist im Prinzip gleich geblieben - samt SIMD-Streaming-Erweiterung (SSE).
Dennoch gib es viele Unterschiede:
-
- Die Strukurbreite wurde um 30% von 0,25 µm auf 0,18 µm verkleinert.
- Es wurde eine sechste Metallschicht hinzugefügt.
- Dank der kleineren Strukturen steigt die Gattergeschwindigkeit um 30 - 50%
- Da eine um ca. 25% geringere Spannung benötigt wird, reduziert sich auch die thermische Leistung um fast die Hälfte.
- Auch die Kerngröße konnte fast halbiert werden, das schafft Platz für einen auf dem Chip integrierten
L2-Cache von 256 KByte.
- Die Besonderheit ist aber nicht, daß der L2 auf dem Die untergebracht ist (beim Katmai noch auf dem Modul), sondern
wie er angebunden wurde:
Über einen 256 Bit breiten (plus 32 Bit ECC) 'Back-Side-Bus' können in zwei Takten ganze Cachelines von 32 Byte
vom L2 in den L1 verschoben werden. Somit erreicht man etwa bei einem 733-MHz-Modell eine theoretische Bandbreite von 11,76 GByte/s.
- Die Gesamtzugriffszeit (Latenz) einer Cacheline ist mehr als viermal kürzer als beim 'alten' PIII, welcher nur 64-bittig
und mit halbem Prozessortakt bedient wird.
Der PIII Coppermine ist in 2 Gehäuseausführungen zu haben:
- zum einen mit SECC-2 (Single Edge Connector Case) für den Slot-I
- und zum anderen mit FC-PGA-Gehäuse (Flip Chip Pin Grid Array), ähnlich dem PPGA-Gehäuse (Plastic Pin Grid Array)
der Celeron-CPUs für Sockel 370.
Vergleich Pentium III mit Coppermine:

Pentium IV 'Willamette'
Die mit 423 Pins zum Vorgänger unkompatible CPU wird einiges an Neuem mitbringen:
-beide Integer-Rechenwerke laufen mit doppeltem internen Takt
-die maximale Transferrate zwischen CPU und Chipsatz ist mit 3,2 GB/s dreimal so hoch wie beim Pentium III
-dies entspräche einem Systemtakt von 400 MHz, in Wirklichkeit arbeitet der Bus aber nur mit 100 MHz.Ähnlich dem
AGP 4x wird aber die Busfrewuenz intern verdoppelt und sowohl die steigende als auch die fallende Signalflanke für die
Datenübertragung genutzt.
-der ISSE-Befehlssatz wurde nochmals erweitert und heißt jetzt SSE2. Dabei hat sich die Datenwortbreite gegenüber der ersten Version
von ISSE auf 128 Bit verdoppelt.
-der L2-Cache soll vorerst 256 und später auch 512 KB groß sein und mit vollem CPU-Takt arbeiten.
Allerdings soll der für den Pentium IV konzipierte 'Tehama'-Chipsatz ausschließlich Rambus-Speicher unterstützen, was
sich aber aufgrund der horrenden Preise dieser Module noch ändern dürfte.
Intel will übrigens beim Willamette auf die umstrittene Seriennummer verzichten.
Markteinführung soll im 4. Quartal 2000 sein - mit 1,4 GHz.
Itanium
1999 wurde der 'Itanium' (ehemals Merced) als Intels erster 64-Bit-Prozessor erstmals vorgestellt.
Für den Einsatz in Servern gedacht, soll der Itanium alias Merced im 3. Quartal 2000 auf den Markt kommen und als Sockel-417-Variante
ab 733 MHz zu haben sein.
Der Chip soll laut Schätzungen etwa 35 Millionen Transistoren enthalten, welche rund 70 Watt verbrauchen dürften.
Die Merced-Hardware kann in ihren neun Einheiten (4 ALU/MMX, 2 FPU, 2 LOAD/STORE, 1 BRANCH) sechs EPIC-Befehle parallel ausführen.
Dank des EPIC-Konzeptes (Explicit Parallel Instruction Computing) entfällt die ganze komplexe
Out-of-Order-Arbeit, welche alle aktuellen Prozessordesigns kennzeichnet.
Beim Itanium arbeitet die Pipeline unkompliziert 'in order'.
Der Itanium hat ein 3-stufiges Cache-Design mit getrennten Instruktions- und Daten-L1-Caches von je 16 KB und einem gemeinsamen 128 KB großen L2-Cache.
L1 und L2 befinden sich auf dem Prozessorsilizium.
Weiterhin besitzt er einen über Back-Side-Bus im Prozessormodul angekoppelten L3-Cache von 4 MB.
Alle Cache-Stufen arbeiten mit vollem Prozessortakt.
Der alte IA32 (32-Bit-Intel-Architektur) Befehlssatz wird samt Multimedia-Erweiterungen MMX und ISSE unterstützt. Für
das Umschalten von IA64 (64-Bit-Intel-Architektur) auf IA32 gibt es extra Sprungbefehle ('jmpe' bzw. 'br ia'). Allerdings müssen
vorher diverse Register gerettet werden. Ein kurzzeitiger Wechsel ist daher nicht sinnvoll, außerdem
muß das Betriebssystem mitspielen.
Timna
Der Timna wird die erste CPU von Intel, welche den Chipsatz und eine Grafikeinheit auf dem Chip enthält.
Der Prozessor soll Ende 2000 als Sockel-370S-Modell auf den Markt kommen und läuft mit
100 MHz Systemtakt ab 600 MHz.
Der L2-Cache wird vorraussichtlich 128 KB groß sein.
Pentium IV Xeon 'Foster'
Der Nachfolger des Pentium III Xeon wird Ende 2000 ab 1 GHz und als Sockel-423-Version auf den Markt kommen.
Systemtakt von 400 MHz und L2-Cache von 2 bis 4 MB sind geplant.
weitere Modelle
Weiterhin sind noch geplant:
'McKinley': - 1. Halbjahr 2001; in Kupfer gefertigt; ab 1,5 GHz, Slot M; 400 MHz Systemtakt und 2 bis 8 MB L2-Cache
'Madison': - 1. Halbjahr 2002; in Kupfer und mit 0,13 µm-Prozeß gefertigt; ab 2 GHz, Slot M; 400 MHz FSB-Takt und
auch 2 bis 8 MB L2-Cache
'Deerfield': - 1. Halbjahr 2002; ab 2 GHz, Slot M; 400 MHz Systemtakt und 2 MB L2-Cache
'Northwood': - in 0,08 µm-Prozeß gefertigt; ab 3 GHz, Slot M; 600 MHz Systemtakt und 2 bis 8 MB L2-Cache
 |
[index] |
|
 |
[back] |
|
 |
[next] |
|
 |
[glossar] |
|
| |
|
|